Hiyashi Chuka – Kalte Ramen

Drückende Hitze und kaum Appetit? In Japan setzt man diesbezüglich gerne auf kalte Nudeln in verschiedensten Variationen. Eines der bekanntesten dieser Gerichte dürfte Hiyashi Chuka sein. Der Begriff “Chuka” wird für “Chinesisches”, in diesem Fall die Nudeln, verwendet und “Hiyashi” steht für “gekühlt”. Im Prinzip handelt es sich um Ramen mit Gemüse, Protein und einem Essig-Soja-Dressing. Hiyashi Chuka sind eine typische Sommermahlzeit und auch nur in der warmen Jahreszeit in den japanischen Ramen-Restaurants erhältlich. Erfunden wurden die kalten Nudeln wohl 1937 in Sendai von den Besitzern chinesischer Restaurants, die Probleme hatten, im Sommer ihre japanischen Kunden mit heißen Gerichten anzulocken…

Bezüglich der Zutaten kann man auch gut experimentieren. Farblich empfehlen sich Tomaten, Karotte, Ei, Gurke und Beni Shoga (rosa eingelegter Ingwer). Auch Zuckerschoten, Stangenbohnen, Frühlingszwiebeln, Maiskörner, Paprikastreifen, Kimchi, gebratene Seitan- oder Tofustreifen sind einen Versuch wert. Und probiert unbedingt mal, einen Klecks japanische Mayo mit in das Dressing zu rühren!

Kalte Nudeln passen übrigens auch wunderbar in die Bento Box – am besten einen Kühlakku mit einpacken!

Da Hiyashi Chuka kalt gegessen werden, sollte man zu allererst die Bestandteile des Gerichts zubereiten, die noch abkühlen müssen! Los gehts!

Zutaten für 2 Portionen

  • 180g Ramen
  • 1/2 Gurke
  • 1 Möhre
  • 1 Handvoll Sprossen
  • 1 Tomate
  • 1 EL Beni Shoga (rosa eingelegter Ingwer)
  • 2 Eier
  • 200g fester Tofu (hier gerne sehr fester Tofu, den kann man gut in dünnere Streifen schneiden)
  • 2 EL Char Siu Soße (chin. Barbecue-Soße mit Honig)
  • Pflanzenöl zum anbraten

Für das Dressing

  • 4 EL Sojasoße
  • 2 EL Reisessig
  • 2 EL Wasser
  • 4 TL Zucker
  • 1 EL gerösteter Sesam
  • 1 EL geröstetes Sesamäl
  • ein kleines Stück Ingwer

Zubereitung

  • Für das Dressing Ingwer schälen und reiben. Zusammen mit Sojasoße, Reisessig, Wasser, Zucker, Sesamöl und Sesam in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und kühlen.
  • Ramen nach Packungsanleitung kochen. Anschliessend abgießen und unter fliessendem kalten Wasser kräftig rubbelnd von überschüssiger Stärke befreien. Zur Seite stellen – am besten kühlen!
  • Die Eier in einer Schüssel verquirlen. Eine kleine Pfanne mit ein wenig Öl erhitzen, die Hälfte der Eier zugeben und ein ganz dünnes Omelette braten. Achtung: Das geht blitzschnell! Omelette auf einen Teller legen und ein zweites braten. Abkühlen lassen!
  • Tofu in Streifen schneiden. In einer Pfanne Öl erhitzen und Tofustreifen darin anbraten. Wenden nicht vergessen, damit alle Seiten (oder zumindest 2) knusprig werden! Am Ende die Hitze reduzieren und die Char Siu Soße über dem Tofu verteilen (geht gut mit einem Pinsel!). Noch kurz auf der Hitze lassen, dann den Tofu herausnehmen und kühlen.
  • Die Möhre schälen und zusammen mit der Gurke in Juliennestreifen schneiden.
  • Die Tomate achteln.
  • Beni Shoga in Streifen schneiden.
  • Die beiden gekühlten Omelettes aufeinanderlegen und zusammenrollen. Von der Eierrolle feine Streifen schneiden.
  • Nun sind alle Zutaten vorbereitet und abgekühlt und es geht ans anrichten!P1190051
  • In der Mitte eines Tellers eine Portion Ramen aufhäufen. In Grüppchen die verschiedenen Toppings um den Nudelberg schichten. Dressing darüber träufeln.
  • FERTIG!

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